In den letzten Jahren hat Prevex intensiv in die Reduzierung seiner CO₂-Emissionen investiert. Ein wesentlicher Meilenstein war dabei die Erhöhung des Recyclinganteils in den Produkten auf 55 Prozent. Während das langfristige Ziel bei 90 Prozent liegt, konzentriert sich Prevex aktuell verstärkt darauf, Messing und Blei vollständig aus der Fertigung zu verbannen.
„Nach der Umstellung auf recycelte Kunststoffe hat die Reduzierung und der schrittweise Verzicht auf Messing die größten positiven Auswirkungen auf die Umwelt“, erklärt Niclas Caldén, Senior Advisor bei Prevex. „Messing enthält giftiges Blei. Da Messing zudem schwerer ist als Kunststoff, wird für die Herstellung mehr Material benötigt, was wiederum zu höheren CO₂-Emissionen führt.“
Prevex plant, im April 2025 mit der Substitution von Messing in seinen Produkten zu beginnen. Langfristig sollen sämtliche Messingkomponenten durch alternative Materialien ersetzt werden.
Markteinführung beginnt mit den Bestsellern
Der Verzicht auf Messing ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Da sowohl Küchen- und Bad-Siphons als auch viele andere Produkte von Prevex Messingteile enthalten, ist ein hoher Entwicklungsaufwand nötig, um gleichwertige Alternativen zu finden. Prevex hat hier bereits große Fortschritte erzielt.
„Im April bringen wir zunächst unsere meistverkauften Siphons als messing- und bleifreie Varianten auf den Markt“, verrät Caldén.
In einigen Modellen wird Messing komplett durch Neukunststoff ersetzt, in anderen durch eine Kombination aus Kunststoff und Edelstahl. Letztere Variante kommt vor allem dort zum Einsatz, wo sichtbare Metallteile für ein hochwertiges Design sorgen.
„Obwohl sich die Materialien und teils auch die Konstruktion ändern, behalten die Produkte ihr gewohntes Erscheinungsbild, ihre Funktionen und ihre Langlebigkeit bei.“
Maximale Emissionsreduzierung im Fokus
Laut Caldén bestand auch die Option, auf Messing mit einem Bleigehalt von weniger als 0,1 Prozent umzustellen.
„Das wäre sicherlich der einfachere Weg gewesen. Da aber auch bleiarmes Messing schwerer ist als Kunststoff und somit eine schlechtere CO₂-Bilanz aufweist, haben wir uns für einen vollständigen Materialwechsel entschieden.“
Prevex hat sich zum Ziel gesetzt, seine gesamten Kohlenstoffemissionen bis Ende 2025 um 40 Prozent zu senken.